Von Ralf Keuper

Der Begriff “Dis­rup­ti­on” fällt in Dis­kus­sio­nen um die Zukunft des Ban­king für gewöhn­lich recht früh. Dabei ist nicht immer klar, was genau unter “Dis­rup­ti­on” zu ver­ste­hen ist: Die Ver­än­de­rung einer gan­zen Bran­che von Grund auf, die Ein­füh­rung einer neu­en App, die einer bis­her von den Ban­ken ver­nach­läs­sig­ten Funk­ti­on zu neu­er, unge­ahn­ter Bedeu­tung ver­hilft (PFM, Credit Sco­ring, P2P Payments)?

Auf die­ses Dilem­ma macht Peter Van­der in How to avoid sim­plistic con­ver­sa­ti­ons on dis­rup­ti­on? aufmerksam.
Mei­ner Ansicht nach geht die Dis­rup­ti­on im Ban­king vor allem von den gro­ßen digi­ta­len Platt­for­men aus, die in der Lage sind, die ein­zel­nen Tei­le zu einem (neu­en) Gan­zen zu ver­bin­den, d.h. sie kon­zen­trie­ren sich weni­ger auf die Ver­bes­se­rung ein­zel­ner Funk­tio­na­li­tä­ten, son­dern auf das Zusam­men­spiel der Kom­po­nen­ten, wie das in beson­de­rer Wei­se Apple vor­ex­er­ziert (Dazu: Das neue Gesicht der Dis­rup­ti­on). Im Fall von Apple kommt noch der Punkt der “Sys­temin­no­va­ti­on” hin­zu.

Van­der ist der Mei­nung, dass wir uns vom Platt­form-Kapi­ta­lis­mus zum Platt­form-Kor­po­ra­tis­mus (plat­form co-ope­ra­ti­vism) bewe­gen mü…

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