Max Warburg über die Rolle von Zufälligkeiten und Selbstentwicklungen im Geschäftsleben

Großen Wert würde ich darauf legen, dass nachgewiesen wird, wieviel der Zufall bei der Entwicklung eines solchen Geschäfts mitspielt und wieweit überhaupt die wirtschaftliche Entwicklung viel mehr Zufälligkeiten, Selbstentwicklungen zuzuschreiben ist als der zielbewussten Arbeit eines Einzelnen. Durch die Arbeit sollte ein gewisses Gefühl der Ehrfurcht vor diesen Selbstentwicklungen gehen, denn die meisten Menschen leiden an Selbstüberschätzung, und namentlich die Bankdirektoren, wenn sie ihre Jahresberichte meisten 3 bis 6 Monate nach Schluss der vorherigen Jahres schreiben, legen nachträglich in ihre Aktionen eine Voraussehung, die in Wirklichkeit nie vorhanden gewesen ist.

Quelle: Das Bankhaus M.M. Warburg & Co. 1798 – 1938 (E. Rosenbaum und A.J. Sherman)

 

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