Von Ralf Keuper

In sei­nem Jah­res­gut­ach­ten 1920 Den Struk­tur­wan­del meis­tern geht der Sach­ver­stän­di­gen­rat auf die Her­aus­for­de­run­gen im Finanz­sek­tor ein. Ein Unter­ka­pi­tel beschäf­tigt sich mit der Rol­le von Big­Tech im Bankgeschäft.

Die Abwick­lung des Zah­lungs­ver­kehrs spiel­te in der stra­te­gi­schen Unter­neh­mens­aus­rich­tung vie­ler deut­scher Ban­ken lan­ge eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le. Seit­dem gro­ße Daten­men­gen aus der Abwick­lung von Trans­ak­tio­nen kom­mer­zi­ell bes­ser nutz­bar sind, gewinnt der Zah­lungs­ver­kehr an Bedeu­tung. Aller­dings haben aus­län­di­sche Big­Techs inzwi­schen auf­grund erheb­lich höhe­rer Kun­den­zah­len und leis­tungs­fä­hi­ge­rer Algo­rith­men einen kom­pa­ra­ti­ven Vor­teil in der Ver­knüp­fung und Aus­wer­tung von Kun­den­da­ten, der mit­tel­fris­tig den Ein­tritt der Big­Techs in das Bank­ge­schäft ermög­li­chen könn­te. Dies wür­de den Anpas­sungs­druck auf eta­blier­te Finanz­dienst­leis­ter wei­ter ver­stär­ken und könn­te dis­rup­ti­ve Ver­än­de­run­gen her­vor­ru­fen. Die Grün­dung eines euro­päi­schen mobi­len Zah­lungs­sys­tems (Euro­pean Mobi­le Pay­ment Sys­tems Asso­cia­ti­on, EMPSA) und die Pla­nung einer gemein­schaft­li­chen Zah­lungs­platt­form der deut­schen Ban­ken (X‑Pay) spie­geln nicht zuletzt die Sor­ge wider, dass Unter­neh­men aus den USA oder Chi­na europä…

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