Macquarie: Erträge der australischen Banken könnten als Folge der Digitalisierung in den nächsten Jahren um bis zu 30% schrumpfen

Von Ralf Keuper
Dass die Sorge, wichtige Ertragsquellen der Banken könnten künftig versiegen, nicht gänzlich unbegründet ist, zeigt aktuell eine Analyse der Macquarie Bank, einem der führenden Finanzinstitute Australiens. Darin gelangt die Research-Abteilung der Bank zu der (vorläufigen) Einschätzung, dass den Banken in den kommenden Jahren bis zu 27 Mrd. (australische) Dollar Erlöse als Folge der fortschreitenden Digitalisierung im Banking verloren gehen könnten. Insbesondere neue, branchenfremde Anbieter (Google, PayPal, Alibaba) wie auch FinTech-Startups stellten eine ernsthafte Bedrohung für das Geschäftsmodell der Banken dar. Besonders betroffen seien die Bereiche Zahlungsverkehr und Kredit. Eine steigende Anzahl der Angehörigen der jungen Generation hält die Banken für austauschbar. 
Angesichts der genannten Herausforderungen erscheint es geboten, dass die australischen Banken ihre Kernbankensysteme erneuern, wie es die Commonwealth Bank (CBA) bereits vollzogen habe. Das ist jedoch mit einem hohen Kostenaufwand verbunden. 
Einen Riegel schiebt den Bemühungen der neuen Herausforderer nach Ansicht der Analysten u.a. die Regulierung vor. Grundsätzlich befänden sich die Banken in allen Geschäftsarten, für die eine Banklizenz nötig ist, weiterhin in einer guten Ausgangsposition. 

Weitere Informationen:

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