Geschäftsmodellinnovation im Banking: After Sales Profit

Von Ralf Keuper

Mittlerweile haben viele Hersteller von Automobilien, Bau- und Büromaschinen ihr Geschäftsmodell um Servicepakte ergänzt, die häufig ein großen Teil zum Gewinn des Mutterkonzerns beitragen. Die Finanzierung hat darin einen hohen Stellenwert. Adrian Slywotzky bezeichnet dieses Modell als After Sales Profit.

In some industries, such as manufacturing and airlines, it is not the sale of the product or service that generates the profit, but the aftersale financing or service of the product. Companies in industries in which the profit zone has migrated away from a product may have to move downstream to find annuity value streams. (in: The Profit Zone)

Das Modell des After Sales Profit hat große Ähnlichkeit mit dem Geschäft der Autobanken und Leasinggesellschaften. Hier werden die größten Profite häufig erst bei dem Verkauf des Objektes erzielt, sofern dieser über dem veranschlagten Restwert liegt, was bei Autos nicht ohne Brisanz ist.

Mittlerweile bieten die Autobanken und Leasinggesellschaften ihren Kunden Zusatzleistungen wie spezielle Versicherungen oder im Flottenmanagement eigene Tools für die Verwaltung an. Insofern kommt das Modell, zumindest auf den ersten Blick, vor allem für Objekt-, Absatzfinanzier und die Financial Services diverser Hersteller infrage.

Für Autobanken kommt es in Zukunft verstärkt darauf an, ihre mobilen Angebote im Banking auszubauen.

Die Hersteller Büromaschinen wie Kopierer haben ihr Angebot bereits seit einiger Zeit um die Finanzierung und sog. Managed Print Services ergänzt. Hinzugekommen ist auch die Beratung der Kunden wie z.B. im Total Output Management. Ähnlich verhält es sich bei den Druckmaschinenherstellern.  Auch hier bietet sich der Ausbau der mobilen Kanäle an.

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