Digitale Identifizierung von Robotern, IoT-Geräten, Maschinen und Applikationen – ein Geschäftsfeld für Banken?

Von Ralf Keuper

Die Diskussion um die Bedeutung Digitaler Identitäten beschränkt sich hierzulande überwiegend auf die Frage der digitalen Identifizierung von Personen, wie in dem Identity – FinTech Podcast #241.

Das ist jedoch bestenfalls nur die halbe Miete. Das größte Potenzial liegt in der digitalen Identifizierung von Robotern, Bots und IoT-Geräten, wie Dave Birch in einem Interview betont (hinzufügen müsste man noch die Digitale Identitäten für juristische Personen).

Birch sieht hier (noch) ein großes Marktpotenzial für Banken. Allerdings seien Amazon und facebook auf diesem wie auch anderen Gebieten mit Banking-Bezug nicht untätig. Ganz zu schweigen von Google, Apple und Alibaba.

Die Technologiekonzerne bringen sich in Stellung, u.a. mit der Propagierung des Confidential Computing (Vgl. dazu: Confidential Computing / Data Banking – Sichere Datenverarbeitung in geschützten Laufzeitumgebungen). Das Thema Privacy and Security by Design gewinnt an Bedeutung. Die digitale Identität der Nutzer wird mit der des Geräts, der Maschine oder des Autos gekoppelt, wobei Computerchips eine Schlüsselstellung übernehmen. In der Mehrzahl der Transaktionen zwischen Maschinen weisen sich die Maschinen untereinander, ohne menschlichen Eingriff, aus. Aufgrund der wachsenden Zahl von vernetzten Geräten und Maschinen liegt hier das größte Potenzial.

Ob und inwieweit Banken hier noch eine relevante Rolle spielen können, ist noch offen. Die Zeit arbeitet allerdings – wie anderen Bereichen auch (Mobile Payments) – gegen sie. Alternativen wären das Bankgeheimnis 4.0. und die digitale Identifizierung im Bereich Tokenisierung/Custodian Wallets.

Weitere Informationen:

Maschinenidentitäten. Schlüssel zum Internet der Dinge

Selbstverwaltete Digitale Identitäten für Personen und Maschinen

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