Datendividende durch Data Banking

Von Ralf Keuper

Wenn die Daten der Rohstoff sind, der die digitale Ökonomie im Gang hält, dann stellt sich die Frage, wie dieses immaterielle Vermögen geschützt und sein Wert gesteigert werden kann. Unterdessen geht die Debatte darüber, ob Daten nun das neue Öl sind oder das Eigentum der Nutzer an ihren Daten sinnvoll ist, weiter. So viel steht indes fest: Daten sind ein Wirtschaftsgut.

Seit einiger Zeit wird über eine Datendividende diskutiert. Der erste mir bekannte Beitrag, in dem der Begriff verwendet wird, ist Mit Datendividende im IoT-Zeitalter im Wettbewerb mithalten; etwas späteren Datums ist Was sind meine Daten eigentlich wert?.

Folgende Grafik aus dem Jahr 2014 veranschaulicht das Potenzial für die Industrie

Neuere Versuche, den Wert der Daten zu bestimmen, stammen aus dem DEMAND-Projekt (Vgl. dazu: Marktplätze für Technologiedaten).

Hier deutet sich ein neues Rollenmodell an, das von neuartigen Banken ausgefüllt werden kann. Diese Banken oder bankähnliche Institute übernehmen das Data Banking, indem sie die Unternehmen und Privatpersonen dabei beraten, wie sie den Wert ihrer Daten steigern können, um daraus eine entsprechende Dividende zu erzielen. Weitere Aufgabe ist der Schutz der Daten für unbefugten Zugriff. Das erfordert wiederum neue Werkzeuge,. Verfahren und Kenntnisse in den Bankinstituten. Die zentrale Frage in Deutschland mit seinem Mittelstand: Wie können die Verfahren der dezentralen Künstlichen Intelligenz, eventuell in Kombination mit Distributed Ledger Technologies und Agententechnologien, dafür sorgen, dass die Datenveredelung entweder direkt vor Ort in der Fabrik oder aber in Clouds, die z.B. von Datengenossenschaften oder Daten-Banken betrieben werden, erfolgen kann. Weitere Aufgabe ist das Clearing der Digitalen Identitäten von Personen, Unternehmen und technischen Objekten (Maschinen, Agenten, Autos etc.).

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