“Brückenwährung” Ripple dreht auf

Von Ralf Keuper

Im Schatten von Libra schickt sich das häufig als “Brückenwährung” bezeichnete Ripple (XRP) an, ein eigenes weltumspannendes Zahlungsnetzwerk aufzubauen. Dafür hat Ripple in den letzten Monaten einige Unternehmen übernommen, wie zuletzt das isländische Kryptohandelsunternehmen Algrim. Ziel ist die Schaffung eines eigenen Ökosystems für die Verwaltung digitaler Vermögenswerte und für die Abwicklung von Micropayments. Zuvor hatte Ripple die Zahlungsplattform Logos Network übernommen und eine Kooperation mit MoneyGram geschlossen.

Im 2015 war eine Kooperation von Ripple mit Western Union im Gespräch. Im selben Jahr bot Ripple facebook seine Hilfe beim Ausbau des facebook messenger zur führenden Zahlungsplattform im Internet an.

Eigentlicher Motor des Ganzen ist der Investmentarm von Ripple, Xpring. Seit seiner Gründung vor circa einem Jahr, hat Xpring 500 Mio. Dollar in verschiedene Kryptounternehmen investiert, wie in die Content-Monetarisierungsplattform Coli. Xpring wird zur Entwicklungsplattform ausgebaut. Das neue Xpring Developer Kit (SDK) soll dazu beitragen, die Ripple-Währung XRP und das Interledger-Protokoll (ILP) in Apps einzubinden. Auch andere Währungen als XRP können integriert werden. Durch das Interledger Protokoll, so Ripple, sei eine unendliche Skalierbarkeit möglich. Das ist vor allem für Micropayments und verschiedene Monetarisierungsformen, wie im Gaming, interessant.

Als Samsung kürzlich seine Zusammenarbeit mit dem Ripple-Partner Finablr bekannt gab, wurde darüber spekuliert, ob XPR darin involviert sei.

Wie es scheint, ist der Währungswettbewerb im vollen Gang.

Weitere Informationen:

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