San­tan­der hat vor Kur­zem elf KI-Pro­jek­te auf Git­Hub ver­öf­fent­licht und nennt das “shared inno­va­ti­on”. Fast zeit­gleich hat die Com­mon­wealth Bank of Aus­tra­lia eine Stu­die vor­ge­legt, die zeigt, war­um Bes­ten­lis­ten-Sie­ger sel­ten die bes­ten Bank-Model­le sind. Bei­de Initia­ti­ven wer­ben mit dem­sel­ben Ver­spre­chen – Trans­pa­renz jen­seits der rei­nen KI-Hype-Logik. Ein Ver­gleich zeigt: Es han­delt sich um zwei grund­ver­schie­de­ne For­men von Offen­heit, und nur eine davon lässt sich tat­säch­lich nachprüfen.


Wenn eine Bank ihre KI-Arbeit “öff­net”, klingt das zunächst nach einer ein­heit­li­chen Ges­te: Wir zei­gen, was wir kön­nen, damit ande­re davon ler­nen. Tat­säch­lich ver­ber­gen sich hin­ter die­sem Wort min­des­tens zwei sehr unter­schied­li­che Din­ge – und der Unter­schied lohnt einen genaue­ren Blick, weil er etwas Grund­sätz­li­ches über die Gren­zen von Trans­pa­renz im Ban­ken­sek­tor offenlegt.

Der Fall San­tan­der: Gover­nan­ce-Werk­zeu­ge statt Kernmodelle

San­tan­ders AI Lab hat kürz­lich elf Repo­si­to­ries unter Apache‑2.0‑Lizenz ver­öf­fent­licht. Dar­un­ter: ein Gene­ra­tor für syn­the­ti­sche Betrugs­netz­wer­ke (gen-fraud-graph), ein Frame­work zur Fair­ness-Prü­fung mit­tels kon­tra­fak­ti­scher Ver­gleichs­per­so­nen (muta­tis-mut­an­dis), ein Gover­nan­ce-Lay­er für risi­ko­be­haf­te­te LLM-Ent­schei­dun­gen (mech-gov-frame­work) sowie ein her­stel­ler­neu­tra­ler LLM-Cli­ent. Der Lei­ter des AI Lab begrün­det den Schritt damit, dass die nächs­te Pha­se der KI nicht davon abhän­ge, wer Zugang zu den leis­tungs­fä­higs­ten Model­len habe, son­dern wer in der Lage sei, sie mit Sorg­falt und Nach­voll­zieh­bar­keit einzusetzen.

Das klingt zunächst über­zeu­gend – und ist es in einem engen Sinn auch. Nur lohnt der Blick auf das, was nichtver­öf­fent­licht wur­de. San­tan­der selbst beschreibt intern einen zwei­stu­fi­gen F…