Die Evolution der P2P-Kreditplattformen #4

Von Ralf Keuper
Die P2P-Kreditplattformen sind die gehätschelten Stars unter den Fintech-Unternehmen. Nur wenige Beiträge, die die umwälzende Wirkung von Fintech für die Bankenbranche zum Thema haben, kommen ohne die Nennung eines oder mehrerer Unternehmen aus dem Marktsegment des P2P-Lending aus – unangefochtener Liebling ist jedoch Lending Club. 
Am Beispiel von Lending Club werden indes auch die ersten Abnutzungserscheinungen dieses disruptiven Geschäftsmodells immer deutlicher, wie sie auf diesem Blog bereits mehrmals Gegenstand waren:
Unterdessen sparen auch die Medien nicht mit Kritik, wie die Financial Times aktuell in Online lenders stuck on a hamster wheel. Das Online-Lending, so der Autor Jonathan Ford, tauge nicht mehr als Gegenmodell zum herkömmlichen Kreditgeschäft. Zu offensichtlich sei mittlerweile, dass dieses Modell auf tönernden Füßen stehe, indem es letztlich auf die Aufnahmebereitschaft des Kapitalmarktes und damit zumindest indirekt auf die Kooperationsbereitschaft der großen Banken und Investmenthäuser angewiesen ist. Außerdem zählen zu den Top-Investoren der Kreditplattformen bereits seit längerem die großen Investmenthäuser wie Goldman Sachs und einige Hedge Fonds. Sollte sich der Kreditmarkt rückläufig entwickeln, u.a. wegen enttäuschter Rendite-Erwartungen und/oder wachsender Ausfallraten, werde die Achillesverse des Geschäftsmodells unmittelbar spürbar. 
Das sind jedenfalls wichtige Kritikpunkte. 

Der Stresstest steht noch aus … 

Weitere Informationen:

Dieser Beitrag wurde unter Banking abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.