Schwankende Wechselkurse für Treuepunkte

Von Ralf Keuper

Das Sammeln von Treupunkten ist hierzulande quasi ein Volkssport. Besonders beliebt bei den Kunden ist das Payback-Bonusprogramm. Wer fleißig Payback-Punkte sammelt, kann diese einlösen, z.B. gegen einen Wanderrucksack oder einen Edelstahl-Standmixer. Weiterhin können ab einer bestimmten Anzahl Punkte gegen Einkaufsgutscheine getauscht werden; man kann sich den Gegenwert auch aufs eigene Konto überweisen lassen.

Die Wechselkurse für die Payback-Treuepunkte, die die Partner wie Rewe, Kaufhof oder dm, ihren Kunden anbieten, schwanken zum Teil. So gilt bei dm die Relation 1 Punkt für 1 Euro Einkauf, wohingegen beim Kaufhof neuerdings der Wechselkurs lautet: 1 Punkt für 2 Euro Einkaufsgegenwert. Vorher galt auch hier 1 Punkt für 1 Euro Einkaufsgegenwert. Bei Aral erhält der Kunde einen 1 Punkt für zwei Liter getankten Kraftstoff.

Treupunkte sind also für den Wirtschaftskreislauf  eine wichtige “Währung”, die Kurs-Schwankungen unterliegt bzw. die abgewertet werden kann; nur dass Abwertungen hier relativ einfach sind, wie im Fall Kaufhof. Der Wert der vorhandenen Treupunkte der Kunden hat sich hier mit einem Schlag halbiert.

Da stellt sich irgendwann die Frage, ob sich Payback für die Kunden noch lohnt. Die Verbraucherschutzverbände vertreten schon länger die Ansicht, dass die Kunden bei Payback & Co. wenig Rabatt für viel Informationen bekommen.

Galieo widmete Payback und Co. vor einiger Zeit einen längeren Beitrag: Payback und Co. – Wer profitiert von Punktesystemen?

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