Autokredite in den USA – die neue Subprime-Krise?

Von Ralf Keuper

In den USA haben die Ausfallraten von Autodarlehen Ausmaße erreicht, die große Ähnlichkeit mit der Zeit vor Ausbruch der Finanzkrise 2007/2008 haben (Vgl. dazu: USA: Ausfallraten bei Autokrediten steigen deutlich & USA: Verschuldung durch Autokredite steigt – Amerikas nächste Blase). Bereits im Jahr 2014 tauchten die ersten Beiträge auf, in denen darauf hingewiesen wurde, dass immer mehr Käufer mit schlechter Kredithistorie Autos erwerben, für die sie eigentlich kein Geld haben (Vgl. dazu: Finanzmärkte: Rückfall in alte Denk- und Verhaltensmuster?).

Exemplarisch hierfür ist der Markt für amerikanische Autokredite und Leasingverträge, der auf ein Volumen von 900 Milliarden Dollar angewachsen ist. Beunruhigend an dieser Entwicklung ist, dass 34 Prozent der Kredite für den Kauf von Neuwagen an Personen mit schlechter Kredithistorie, d.h. mit schlechter Zahlungsmoral vergeben wurden. Bei den Gebrauchtwagen beträgt der Anteil sogar 62 Prozent. Zydra beruft sich dabei auf den Experian Automotive report.

Im Jahr 2017 verdichteten sich die Anzeichen für eine krisenhafte Entwicklung bei den Autokrediten (Vgl. dazu: Kehrt die Finanzkrise im neuen Gewand zurück?).

Bedenklich an der aktuellen Entwicklung ist, dass die Autokredite mit Zahlungsverzug zuletzt deutlich gestiegen sind. Anlass zur Sorge gibt das hohe Volumen an Subprime Auto ABS (durch Autokredite besicherte Wertpapiere), das in diesem Jahr wohl einen neuen Höchststand erreichen wird – und das, obwohl die Verkaufszahlen für PKWs rückläufig sind. Im vergangenen Jahr waren es 32 Mrd. Dollar.

Dennoch ist die FT der Ansicht, dass der Markt für Autokredite momentan nicht das Potenzial hat, eine neue Finanzkrise auszulösen.

Autokredite sind in vielen Fällen, so der Tenor von Amerikas nächste Blase, Teil eines Schneeballsystems. Käufer bekommen ihr neues Auto finanziert, obwohl das Darlehen für das alte noch nicht zurückgezahlt ist. Erschwerend kommt hinzu, dass in den USA die Kosten mehr steigen als die Löhne. Die Autokredite werden häufig für die Finanzierung von Autos aus dem Premiumsegment, wie SUVs, vergeben. Hier sind deutsche Fabrikate besonders stark vertreten. Insofern hätte eine Subprime-Krise bei den Autokrediten negative Konsequenzen für die deutschen Hersteller – unabhängig von den Aktivitäten von Präsident Trump. Auch in China erfreuen sich durch Autokredite verbriefte Wertpapiere wachsender Beliebtheit (Vgl. dazu: An Overview Of China’s Auto Finance Market And Auto Loan Securitization). Der Versuch, die Konjunktur durch Konsumausgaben, wie mit dem Kauf eines Autos, zu steigern, dürfte China, sofern der Trend anhält, vor Probleme stellen (Vgl. dazu: Want to Buy a Car? China’s Got a Deal for You). Ebenfalls eine Herausforderung für die deutschen Autohersteller.

Sollte die Blase platzen, hätte das direkte Auswirkungen auf den Autoabsatz und hier besonders auf das Premium-Segment.

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LIGHTest: Eine globale Vertrauensinfrastruktur

Von Ralf Keuper

Kürzlich endete das von der EU geförderte Projekt Lightweight Infrastructure for Global Heterogeneous Trust management in support of an open Ecosystem of Stakeholders and Trust schemes (LIGHT est). Der Startschuss fiel im Oktober 2016 auf dem Open Identity – Summit in Rom.

Zur Zielsetzung:

Immer mehr kritische Transaktionen werden heute über das Internet abgewickelt. Aber sind die virtuellen Identitäten wirklich, was sie vorgeben? Das von der EU geförderte Projekt LIGHTest setzt genau dort an, indem es eine globale Vertrauensinfrastruktur schafft. Sein Ziel ist, eine Lösung bereitzustellen, mit der sich rechtmäßige von betrügerischen Identitäten unterscheiden lassen. Dies ist maßgeblich, um effiziente elektronische Transaktionen für verschiedenste Anwendungen einzuführen – von der einfachen Prüfung elektronischer Signaturen über eProcurement, eJustice, eHealth und Strafverfolgung bis hin zur Untersuchung, ob Sensoren und Geräte im Internet der Dinge vertrauenswürdig sind. …

LIGHTest will dieses Problem mit einer globalen Vertrauensinfrastruktur lösen, über die unabhängige Behörden ihre »trust information« veröffentlichen können. Eine solche globale Infrastruktur aufzubauen, ist ein ehrgeiziges Ziel. Aufgrund der bestehenden Infra-, Governance- und Organisationsstrukturen sowie Sicherheitsstandards des Domain Name Systems (DNS) des Internets können wir aber zuversichtlich sein, dieses Ziel zu erreichen. Wie Handelsregisterführer und Behörden in den Bereichen Gesundheit, Strafverfolgung und Justiz können die Europäische Kommission und ihre Mitgliedstaaten dann über die Infrastruktur Listen zertifizierter vertrauenswürdiger Dienste veröffentlichen (Quelle: LIGHTest – globale Vertrauensinfrastruktur).

Quelle: Cross-Border Trust Infrastrucutures:
What the LIGHTest tool has to offer

Obwohl die Vermutung nahe liegt, setzt LIGHTest nicht auf die Blockchain-Technologie. Zwar schließen sich die beiden Ansätze nicht aus, zumal die Zielsetzungen ähnlich sind (automatic verification of transactions, transparency, secure
transactions) und ein Zusammenwirken in bestimmten Fällen möglich ist, jedoch handele es sich um fundamental verschiedene Vorgehensweisen.

Wofür LIGHTest steht:

  • Make it automatic for Verifiers to query Trust Lists
  • Combine multiple queries to validate
    • an Electronic Transaction
    • against an easy to author Trust Policy

Dazu noch die Infrastruktur für die Übersetzung über verschiedene Trust-Domains hinweg.

Authority publishes Trust List on

  • which authorities from other trust domains are trustworthy
  • how to translate foreign into native trust schemes

Was LIGHTest nicht ist:

  • LIGHTest does not provide an alternative to eIDs or business registers
  • LIGHTest does not allow you to outsource trust decisions
  • LIGHTest does not allow you to use a global, known und trusted infrastructure to:
    • Retrieve declared policy details from partners
    • Verify those declared policies partners from Trust Lists
    • Determine trust assurances behind partners
    • Facilitate your own decision making
  • While also providing a path for trustworthy future business

Kurzum: LIGHTest dient dazu, den Unternehmen die Suche nach vertrauenswürdigen Geschäftspartnern, Personen und technischen Objekten zu erleichtern. Die Entscheidung nimmt sie den handelnden Personen nicht ab.

In einem Pilotprojekt hat LIGHTest zusammen mit der Spanischen Post Correos eine vertrauenswürdige Kommunikations-Infrastruktur entwickelt (eDelivery trust schemes), um die Kommunikation zwischen Unternehmen und Nutzern/Kunden/Bürgern zu sichern. Mehr dazu in: How the DNS Can Support Identification and Trust Services.

Einige Zeit vor LIGHTest beschäftigte sich das ebenfalls von der EU geförderte Projekt FutureID mit ähnlichen Fragestellungen (Vgl. dazu: FutureID: Ein dezentrales Identitätsmanagement-Ökosystem für Europa und darüber hinaus).

The objective of the FutureID project was to build an identity management infrastructure for Europe in support of a single market of online services. This requires the availability and large-scale use of trusted and secure identities that replace current password credentials. .. FutureID therefore attempts to find a solution that renders it easier to reach the required critical mass by providing interoperability between credentials and services.

Es bleibt zu hoffen, dass die Ergebnisse und Erfahrungen aus der Projekten gebündelt werden, um die PoC-Phase zu verlassen.

Weitere Informationen:

Let’s talk about digital identity with Rachelle Sellung and Alberto Miranda García, representing the LIGHTest Project. (Podcast)

Zuerst erschienen auf Identity Economy

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Der CS-Skandal – Topbanker, Spione und Millionen am Bankenplatz Schweiz | Reportage | SRF DOK

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IoT-Startups werden Fintech-Startups im Banking den Rang ablaufen

Von Ralf Keuper

Die vernetzte Wirtschaft bringt es zwangsläufig mit sich, dass Unternehmen und Startups aus dem IoT-Umfeld an Bedeutung gewinnen. Die Hardware, lange Zeit als lästiges Ad on betrachtet, wird (erneut) zur Schlüsselressource, wie im Bereich der Chiptechnologie. Die Operational Technology (OT) und die Informationstechnologie (IT) wachsen zusammen.

Bei der Finanzierung von Lieferketten ebenso wie bei datenbasierten Krediten sind die Daten, die von den Maschinen über Sensoren geliefert werden, entscheidend. Sowohl die Daten wie auch die Identitäten der Maschinen müssen verifiziert sein. Entscheidungen in der Finanzierung werden damit zu einem hohen Maß auf Basis der Maschinendaten und Identitäten getroffen. In welchem Zustand befindet sich die Ware oder Maschine? Wo befinden sie sich? Deuten die Informationen auf Probleme, Abweichungen hin, die ein sofortiges Handeln erfordern und welche Auswirkungen hat das auf den Wert der Maschinen und Waren? Ist die Maschine berechtigt, Zahlungen auszulösen und Bestellungen zu veranlassen?

Wenn die Daten künftig vermehrt an der Quelle, in der Edge verarbeitet und analysiert werden, dann kann ein profaner Steckverbinder zu einer wichtigen Informationsquelle werden (Vgl. dazu: Intelligente elektrische Steckverbinder für die dezentrale Datenverarbeitung). Die für das Banking relevanten Datenquellen befinden sich in der Produktion, auf der Feldebene. Die Aggregation der Daten ergibt ein nahezu vollständiges Bild über den Zustand eines Unternehmens, einer Branche wie überhaupt der Industrie als Ganzes. Datenmarktplätze und Maschinenfonds entstehen.

Wie kommen Banken und Finanzdienstleister an die nötigen Daten? Die IoT-Plattformen befinden sich bereits in den Händen großer Technologieunternehmen, wie Siemens, General Electric aber vor allem auch Amazon, Microsoft, Alibaba und Google. Die Amazonifikation macht vor der Produktion nicht halt; die Firmenkunden erwarten eine ähnliche Nutzerfreundlichkeit, wie sie sie als Privatkunden von Amazon und Apple gewohnt sind – Industrial Consumerism.

Da bleibt fast nur noch die Kooperation mit aufstrebenden IoT- bzw. IIoT-Startups. Fintech-Startups helfen hier nur sehr bedingt – ihnen fehlt das produktionstechnische Know How. Insofern ist es absehbar, dass mit der Verbreitung der Smart Factory, Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge auf Bankenseite der Bedarf an Kooperationen mit IoT-Startups steigen und der für Fintech-Startups sinken wird. Eine Ausnahme bildet hier das Thema Tokenization. Das wäre dann auch ein Beleg dafür, dass die Realwirtschaft und nicht die Finanzwirtschaft die Geschicke der Gesellschaft lenkt.

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Erste Group Bank steigt ins IoT-Banking ein

Von Ralf Keuper

Bei der Finanzierung von Lieferketten ist es wichtig zu wissen, wo und in welchem Zustand sich die Ware gerade befindet. Das dachte sich wohl auch die Erste Group, als sie die Entscheidung traf, sich an dem IoT-Startup Arviem zu beteiligen (Vgl. dazu: Erste Group to adapt IoT technologies in the financing of products thanks to Arviem).

Through its cooperation with Arviem, Erste Group becomes one of the first financiers to adapt IoT technologies in the financing of products, thus positioning itself as a pioneer in service innovation on the supply-chain finance market.

Arviem soll dazu beitragen, dass die Kunden ihre Lagerhaltungskosten und die Lieferzeiten senken können. Ebenso kann dadurch frühzeitig auf Transportverzögerungen oder auf Beschädigungen der Waren reagiert werden. Ziel ist es, das Working Capital der Beteiligten zu schonen bzw. so günstig wie möglich in Echtzeit zu finanzieren.

In Zukunft werden wir noch weitere Kooperationen dieser Art, d.h. Asset Tracking in Kombination mit Financing, sehen. An die Stelle der Fintech-Startups werden verstärkt IoT- und Industrial – IoT-Startups treten.

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Banken im Würgegriff der Plattform- und Datenökonomie

Von Ralf Keuper

Der Ansatz, Banken in digitale Plattformen oder Ökosysteme zu verwandeln, übt auf Berater, Medienvertreter, Banker und Forscher eine hohe Anziehungskraft aus. Allerdings gehen die Meinungen darüber auseinander, was eine Plattform eigentlich ist und ob der Begriff auf Banken überhaupt sinnvoll angewendet werden kann.

In dem Beitrag Daten, Plattformen und die Rolle von Banken in der Open Data Economy (BIT, Band 20, Heft 2, Oktober 2019) fügt Dr. Udo Milkau (Chief Digital Officer Transaction Banking DZ Bank) der Diskussion eine weitere Facette hinzu.

Plattformen sind für Milkau kein neues Phänomen. Ihre Prinzipien wurden bereits im Mittelalter auf den Messen in der Champagne verwirklicht. Plattformen bringen Angebot und Nachfrage an einem Ort zusammen. Die Handelspartner müssen die dort gültigen Regeln und Standards akzeptieren. Dennoch unterscheiden sich “Märkte” von digitalen “Plattformen”. Plattformen sind nicht nur passive Intermediäre, sondern betreiben auch aktive Geschäftspolitik, indem sie Kunden durch Nutzungsregeln und die Verwertung der Daten an sich binden.

Milkau unterteilt Plattformen – grob gesprochen – in Plattformen in weiterem und Plattformen im engeren Sinn. Plattformen im engeren Sinn sind solche, die ihre Kunden identifizieren können und als Element der Bindung das Matching auf Basis der Daten verwenden. Diese wiederum gliedert er in Plattformen erster Ebene (GAFA und BAT), zweiter Ebene (Vergleichsportale/(CHECK24), Plattformen für selektive Produkte oder Services (z.B. Immobilienfinanzierung/Genopace), Individuelle Anbieter-Plattformen (z.B. Rohstoffhändler wie Klöckner) und unechte Plattformen (Ergänzungen bei Vertriebsportalen).

Den gängigen Slogan, dass Daten das neue Öl seien, sieht Milkau kritisch. Wäre dem so, dann müssten die Datenvermögenswerte als solche in den Bilanzen auftauchen, was wiederum ein Eigentum an Daten voraussetzt.

Ohne die Klarheit, welche beispielsweise durch die Einführung eines “Dateneigentums” mit (i) einer Bepreisung für die Sammlung der Kundendaten und (ii) der Möglichkeit zur anschließenden bilanziellen Bewertung der Ergebnisse der Datenanaylsen gegeben wäre, sind Banken in Europa aktuell gegenüber der globalen Konkurrenz bzgl. einer “Data Economy” deutlich eingeschränkt.

Schlussbetrachtung

Der Beitrag von Milkau schafft an vielen Stellen Übersicht und Ordnung; vor allem was die Begrifflichkeiten (Plattform, Daten als Öl) betrifft. Die Klassifizierung der Plattformen ist brauchbar, zumal sie den Punkt “Identifizierung” als ein Hauptunterscheidungsmerkmal einführt.

Allerdings sind Intermediäre, wie Banken, ebenso wie die heutigen digitalen Plattformen und Ökosysteme, nie neutral gewesen. Sie haben ihre Rolle dazu benutzt, selber in das Marktgeschehen einzugreifen, indem sie z.B. Geldschöpfung betreiben und – wie bei der letzten Finanzkrise – in die Produktion von Finanzinstrumenten eingestiegen sind und damit einen Markt schufen, den es zuvor in dieser Ausprägung nicht gab. Die Folgen für die Realwirtschaft sind bekannt. Die Vergabe von Krediten nach bestimmten Kriterien, die Verzinsung der Einlagen, sind ebenfalls alles andere als neutral oder passiv zu bewerten.

Neu ist dagegen, dass die digitalen Plattformen wie Google und Apple, wie der Soziologe Philipp Staab in seinem Buch Digitaler Kapitalismus – Markt und Herrschaft in der Ökonomie der Unknappheit schreibt, keine neutralen Intermediäre, sondern “Marktbesitzer” sind. Sie agieren als Meta-Plattformen und technische Ökosysteme, die mit ihrer Software (Betriebssysteme) und Hardware (Smartphone) die Regeln bestimmen.  Sie verfügen über die Kontrolle der Informationen, des Marktzugangs, der Preise und des Leistungsangebots (Vgl. dazu: Die Ambitionen von BigTech im Banking und darüber hinaus). Insofern sind Plattformen und Märkte, anders als vielleicht noch im Mittelalter, eins. Eine Schlüsselrolle neben den Plattformen übernehmen die Medien (Smartphone, Soziale Netzwerke, Entertainment, Gaming) als Medien der Kooperation. Auch Medien sind nicht neutral. Oder, wie der Medienphilosoph Marshall McLuhan schrieb: Das Medium ist die Botschaft. Medien haben ihre eigene Logik (Vgl. dazu: Bezahlen als Medienpraktik – die neuen Infrastrukturen des Geldes ohne Banken & Angewandte Medienlogik: Von der Kreditkarte über Apple Pay und Apple Card zur Digitalen Identität).

Milkau kommt das Verdienst zu, die Identifizierung als Erfolgsfaktor in die Betrachtung der Plattform- und Datenökonomie aus Bankensicht einzuführen. Ebenso wie die Identitäten von Personen müssen jedoch die Identitäten der Maschinen und Unternehmen und der Wert der Maschinendaten berücksichtigt werden. In der vernetzten Wirtschaft sind sichere Digitale Identitäten und verifizierte, attestierte Daten erfolgskritisch. Hierfür bedarf es bestimmter Verfahren und Institutionen. Banken könnten hier eine wichtige Funktion als Intermediäre, Vermögens- und Risikomanager übernehmen.

Soviel ist sicher: Wenn sie es nicht machen, machen es (erneut) andere.

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Stripe Sessions 2019 | The future of payments

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Apple Identity App als Disruptor

Von Ralf Keuper

Die Ambitionen von Apple im Bereich der digitalen Identifizierung sind nicht zu unterschätzen. Wie ernst die Lage ist, verdeutlicht der Beitrag Apple Identity Wallet – Disruption als Katalysator digitaler Transformation. Mit dem Identity Credential Verification System soll es möglich sein, den Ausweis auf dem iPhone zu speichern und bestimmte Identitätsdaten über eine gesicherte Verbindung von einem anderen Gerät abfragen zu lassen (Vgl. dazu: Apple strebt nach der Vormachtstellung bei der digitalen Identifizierung #2).

Die Autoren des eingangs erwähnten Beitrags schreiben der Identity Wallet daher eine disruptive Wirkung zu. Die Verbreitung der Endgeräte-basierten Identifizierung würde zum einen für sinkende Markteintrittsbarrieren für die Apple oder Google Identity Wallet führen und zum anderen den Bedarf an wiederholten eID-basierten Identifizierungen aufheben. Bei der initialen Identifizierung wird eine digitale Kopie abgeleitet und im Secure Element zur Wiederverwendung abgelegt.

Folgende Rollenmodelle sind denkbar:

  • Identifizierungs- und Authentifzierungslösungsanbieter
  • Identitätsorchestrator
  • Identitätsmanagementsysteme

Das größte Marktpotenzial haben nach Ansicht der Autoren die Identitätsmanagementsysteme als infrastruktureller Anker des digitalen Handels. Login-Allianzen wie Verimi seien im Vergleich zu den Endgeräte-basierten Identifizierungsverfahren klar im Nachteil. Diese Aussage überrascht um so mehr, als die Autoren Mitarbeiter von CORE SE sind. Das Beratungsunternehmen ist federführend bei der Entwicklung von Verimi.

Die Zukunft gehört demnach Lösungen für digitale Identitäten auf Basis der Ökosysteme mobiler Endgeräteanbieter. Die Zeit für die sog. Brückentechnologien wie Video-Ident aber auch anderer, KI-gestützter Verfahren sei begrenzt.

Um dem Bedeutungsverlust zu entgehen, sollten private und öffentliche Anbieter Kooperationen mit den großen Technologiekonzernen eingehen und ihre Geschäftsmodelle in Richtung übergreifender Mehrwertdienste erweitern.

Der Rat läuft darauf hinaus, Hilfe bei potenziellen Mitbewerbern zu suchen, deren Interesse an einer Kooperation, wie im Fall von Apple, relativ überschaubar sein dürfte.

Eine Alternative sind m.E. selbstverwaltete Digitale Identitäten bzw. dezentrale digitale Identitäten. Alles andere führt nur noch mehr in die Abhängigkeit von den großen Technologiekonzernen und Plattformen.

Zuerst erschienen auf Identity Economy

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Technik in der Commerzbank von 1870 bis heute

Von Ralf Keuper

Ohne den Einsatz der Technik wäre das moderne Bankwesen, wie es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts seinen Anfang nahm, undenkbar. Heute durchringt die Technik nahezu alle Lebensbereiche; häufig unter dem Schlagwort “Digitalisierung” zusammengefasst. Die Entwicklung der Banken hin zu Technologieunternehmen und Softwarehäusern lässt sich besonders gut an der Geschichte der Commerzbank ablesen, wie sie in dem Buch Technik in der Commerzbank von 1870 bis heute beschrieben wird.

Die ersten großen technologischen Innovationen mit Auswirkungen auf das Banking waren neue Kommunikationsverfahren und Medien wie Eisenbahn, Postkarte, Briefmarke und Telegrafie, wodurch die Abstimmung der Banken untereinander und damit die Transaktionsabwicklung deutlich beschleunigt werden konnten. Ein weiterer Schub setzte mit der Verbreitung moderner Büromaschinen (Additionsmaschinen, Schreibmaschinen, Rechenmaschinen) ein. Mit der Einführung des Hollerithverfahrens und der Lockkartentechnik begann die moderne Datenverarbeitung ihre Schatten vorauszuwerfen.

Wie viele andere Banken auch, übernahm die Commerzbank die gängigen Verfahren und Geräte, die zum Zweck der beschleunigten Kommunikation und rationellen Buchhaltung nötig waren. Das geschah vor allem auch durch die Übernahme kleinerer Banken, wie des Bankhauses J. Dreyfus & Co. in Frankfurt, das bereits über Fernsprechanschlüsse verfügte. Beschafft wurden die Geräte von verschiedenen Herstellern. Die Additionsmaschinen wurden von Burroughs, die Buchungsmaschinen und Schreibmaschinen von Mercedes und die Kasssenquittierungsmaschinen von Anker eingekauft.

Nach dem 2. Weltkrieg setzte sich in den Banken die Lochkartentechnik endgültig durch. Als erste Bank Deutschlands setzte die Dresdner Bank im Jahr 1958 die erste vollwertige Datenverarbeitungsanlage ein. Die nötige Hardware stammte von IBM und Bull. Um einem Wildwuchs an inkompatiblen Lösungen und Maschinen vorzubeugen, vereinheitliche und zentralisierte die Commerzbank die Datenverarbeitung. Dafür wurde in Frankfurt eine Zentrale Organisationsabteilung gegründet, deren Leiter der damals 32jährige Wolfgang Starke war, der in den 1980er Jahren als Geschäftsführer des Deutschen Sparkassen-und Giroverbands noch Schlagzeilen machen sollte. Um die fortschreitende Technisierung in ihren Folgen für das Bankgeschäft besser abschätzen zu können, rief die Commerzbank zusammen mit der Bayerischen Vereinsbank, der Deutschen Bank, der Dresdner Bank und weiteren Instituten im Jahr 1966 den Arbeitskreis Bankautomation ins Leben. An die Commerzbank ging der Auftrag, die Einsatzmöglichkeiten von Magnetbändern in der Datenverarbeitung zu prüfen. Im Jahr 1968 testete die Commerzbank in der Lübecker Filiale als erste deutsche private Bank einen Geldautomaten.

Zur Bedienung des Automaten benötigten die Kunden einen Schlüssel, eine Ausweiskarte und eine Lockkarte. Mit dem Schlüssel wurde zunächst eine kleine Tür geöffnet, dann musste man die Ausweiskarte in einen Schlitz einstecken und anschließend die Lochkarte in einen zweiten Schlitz einführen. Nach einer Prüfzeit von 16 Sekunden kam aus einen dritten Schlitz ein Hundert-Mark-Schein.

Mit der Einführung des Eurocheque-Verfahrens im Jahr 1969 konnten die europäischen Banken den Vorstoss der US-amerikanischen Kreditkartenunternehmen abwehren.

Die nächste Evolutionsstufe in der Bank-IT setzte mit dem Siegeszug der Terminals und der Personal Computer ein. Die ersten Personalcomputer wurden 1979/80 in der Commerzbank eingesetzt. Anfang der 1980er Jahre kamen die Kontoauszugsdrucker und Automatischen Kassentresore dazu. Die Commerzbank ging dazu über, eigene Programme, u.a. für die interne Steuerung zu entwickeln, wie das bankeigene Finanz-Informations-System FIS oder das Planungs- und Steuerungssystem PUST. Über das Dialogsystem DAISY konnten die dazu berechtigten Kundenberater die verschiedenen Kundendaten in einer Maske abfragen.

In den Filialen setzte man auf die Integrierte Kundenberatung. Die Schalter wurden abgeschafft und durch Beratungstische ersetzt. Durch die Abkehr von der Spartenorientierung sollte das Cross-Selling gefördert werden.

Die Commerzbank entwickelte sich bereits in den 1980er Jahren nach eigener Aussage zu einem Softwarehaus. Ausdruck dessen waren neben den bereits genannten Anwendungen, das weltweite Cash-Management-System CORBA sowie COPAZ, eine Lösung für den Auslandszahlungsverkehr. Ende der 1980er Jahre setzte ich der Name “Electronic Banking” als Sammelbegriff für die elektronische Datenverarbeitung im Firmenkundengeschäft durch. Dank des eigenentwickelten Wertpapierinformations- und Abwicklungssytems Cowias war die Commerzbank lange Zeit unter den deutschen Banken marktführend. Als einziges System war Cowias während der Börsencrashs 1988, 1997 und 2001 in der Lage, Orders an der Börse zu platzieren, wohingegen die anderen Banken wegen Überlastung ihren Dienst einstellen mussten.

Das Internet sorgte dafür, dass die Banken sich erneut mit einem neuen Kommunikationsverfahren auseinandersetzen mussten. Mit Comhome bot die Commerzbank bereits 1994 Telefonbanking an.

Das Angebot beinhaltete die Wahlmöglichkeit zwischen einem mehrfrequenzgesteuerten Sprachausgabesystem und einem persönlichen Gespräch mit einem Berater oder Beraterin. Kunden konnten bequem rund um die Uhr Kontostände und -umsätze abfragen, Schecks bestellen, Geheimzahlen ändern und weitere Informationen abrufen.

Im selben Jahr ging die Tochtergesellschaft comdirect bank GmbH in Quickborn an den Start. Schon 1996 zählte die Bank 75.000 Kunden, wovon 30.000 das beratungsfreie Wertpapiergeschäft nutzten. Die Kunden konnten ihre Bankgeschäfte über einen internetfähigen PC abwickeln. Später entwickelte sich die Comdirect zu einer Vollbank, die auch Kreditkarten, Tagesgeld und Wertpapierkredite anbot.

Die Möglichkeit, über das Internet Waren bestellen und Preise vergleichen zu können, legte den Grundstein für das wachsende Marktsegment E-Commerce. Die Commerzbank sah sich bereits auf dem Weg zu einer “E-Commerz-Bank”. Um ihre Ambitionen zu unterstreichen, gründete die Commerzbank 1999 die Commerz NetBusiness AG (CNB). Die neue Einheit sollte eng mit den Firmenkunden zusammenarbeiten und Bankdienstleistungen vermitteln. Hierfür beteiligte sich die CNB an CAConnect, einem Anbieter von elektronischen Einkaufsportalen für Geschäftskunden (E-Procurement) und Newtron, einem Spezialisten für elektronische Branchen-Marktplätze im internationalen Handel von Vor- und Fertigprodukten.

Die Zeit danach war geprägt von dem Zusammenschluss der Commerzbank mit der Dresdner Bank. Die Integration der IT-Systeme erwies sich als große Herausforderung. Die Ressourcen in der IT wurden fast vollständig von dem Integrationsprojekt in Anspruch genommen. Erst ab 2013/2014 konnte sich die Bank verstärkt den neuen Entwicklungen im Banking, wie Fintech, zuwenden. Ein Ergebnis ist die Gründung des main incubators. Als erste Bank in Deutschland führte die Commerzbank die photo-TAN zur Freigabe von Aufträgen im Onlinebanking ein.

Schlussbetrachtung

Die Technikgeschichte der Commerzbank von 1870 bis heute gibt einen guten Überblick über die wesentlichen Entwicklungsstufen in der Bankautomation. Bis in den 1990er Jahre waren die Banken auf der Höhe der Zeit. Auf jede Herausforderung auf technologischem Gebiet gaben sie immer noch rechtzeitig die passende Antwort. Um das Jahr 2000 herum verloren die Banken jedoch die Tuchfühlung. Die Bemühungen im Bereich Online-Banking und E-Commerce waren letztendlich halbherzig. Sicherlich ist die comdirect ein Erfolgsmodell und auch die Beteiligung an der M-Bank in Polen zeugt von einem guten Spürsinn für künftige Entwicklungen, ebenso wie die Gründung des main incubators. Dennoch: Die Grenzen der Unternehmensstrategie werden immer offensichtlicher. Da wäre zunächst einmal die langsame Abkehr von der Filialstrategie, die Einstellung von Copernikus sowie die vollständige Integration der comdirect in die Commerzbank ebenso wie der geplante Verkauf der m-Bank.

In dem Interview mit dem ehemaligen IT-Vorstand der Commerzbank, Frank Annuscheit, das im Buch enthalten ist, wird die eigentliche Problematik deutlich. Künftig, so Annuscheit, müssen die Banken in der Lage sein, gleichzeitig die Alt-Systeme zu erneuern bzw. abzulösen und am Frontend neue Services und Applikationen auszurollen.

Weitere Informationen:

Banking in der Retrospektive: Als die Commerzbank Pionier bei der Automatisierung war

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Franz Simon Meyer: Der Bankier als Chronist und Literat

Von Ralf Keuper

Es kommt sehr selten vor, dass sich Bankiers als Chronisten ihrer Zeit und Literaten erweisen. Biografien ehemaliger Bankiers pflegen für gewöhnlich nach wenigen Jahren der – häufig wohlverdienten – Vergessenheit anheim zu fallen. Zu den wenigen Ausnahmen zählen Carl Fürstenberg und Felix Somary.

Der Bankier Franz Simon Meyer, der im 19. Jahrhundert in Rastatt und Baden-Baden tätig war, ist dennoch ein Sonderfall. Franz Simon Meyer lebte von 1799 bis 1871. Seit seinem 16. Lebensjahr hielt Meyer über 55 Jahre seine Gedanken, Zeitbeobachtungen und Erlebnisse in zahlreichen Manuskripten fest. Herausgekommen ist ein in dieser Form wohl einzigartiges Werk, das von Sebastian Diziol in jahrelanger Arbeit zusammengestellt und in zwei Bänden unter dem Titel Die ganze Geschichte meines gleichgültigen Lebens veröffentlicht wurde.

Im ersten Band “Die Jugendjahre des Franz Simon Meyer” (1816 – 1828) schildert Meyer seine Lehrzeit, die ihn in die Schweiz, nach Paris und England führte. Paris stand damals noch unter dem Einfluss der Revolutionsjahre und der Regierungszeit Napoleons. In England trat Meyer eine Welt entgegen, die sich zum Teil fundamental von der französischen und badischen Gesellschaft jener Zeit unterschied. Die Industrialisierung, die später auf dem Kontinent Einzug halten sollte, war hier bereits weit fortgeschritten. In den Fabriken von Manchester, Liverpool, Leeds und Sheffield konnte Meyer sich einen Eindruck von den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umwälzungen verschaffen, die sein Heimatland ebenfalls verändern würden.

Über die Auswirkungen der Dampfmaschine war sich Meyer schon relativ klar:

Boulton, der die ersten Dampf Maschinen verfertigte, eine Erfindung, die vielleicht später eine größere Umwälzung auf der Erde hervorbringen dürfte, als die Entdeckung des Schießpulvers.

Die Ausdehnung des Welthandels zusammen mit Spekulationsgeschäften in Staatspapieren und Bergwerken führte 1826 zu einer Überhitzung der Wirtschaft, in deren Folge viele Bankhäuser zugrunde gingen, wie Carli und Co in Augsburg, Gebrüder Benneke in Berlin oder Meerwein & Co in Karlsruhe. Das Bankhaus Meyer bliebt davon weitgehend unberührt, was der umsichtigen Führung des Hauses unter dem Vater von Franz Meyer zu verdanken war. Dieser hatte u.a. ein Kreditersuchen des Vaters des späteren österreichischen Außenministers Fürst Metternich höflich aber bestimmt abgewiesen.

Der erste Band ist noch erfüllt vom jugendlichen Elan des Verfassers. Die Zukunft erscheint ihm allen politischen Wirrnissen jener Zeit zum Trotz als vielversprechend. Seine Aufzeichnungen sind eine Mischung aus Reisebericht, Sittengemälde und Reportage. Auf diese Weise bekommt der Leser einen Eindruck von den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen in den damals führenden Ländern Europas kurz vor dem Einsetzen der Industrialisierung und dem Aufkommen der Massengesellschaft sowie des Nationalstaats.

Im zweiten Band “Franz Simon Meyer in Zeiten der Revolution 1829-1849” begegnet uns der Geschäftsmann, Ehemann und Vater, der sich einmal im Jahr die Zeit nimmt, die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres schriftlich festzuhalten. Kaum ein Jahr ist dabei, in dem nicht ein naher Angehöriger oder Freund zu Grabe getragen wird. Darunter seine erste Ehefrau, die im Alter von nur 26 Jahren verstarb. Der Ton wird gesetzter. Der Schwung der frühen Jahre, wie er für den 1. Band kennzeichnend ist, lässt von Jahr zu Jahr spürbar nach. Der Alltag mit seinen Sorgen und Nöten nimmt den Bankier und Ehemann voll in Anspruch. Die Geschäfte in Rastatt und Baden-Baden laufen gut. Als Bankier ist Meyer konservativ und umsichtig. Zu seinen Kunden pflegt er einen persönlichen und zum Teil auch intensiven Kontakt. Seine Urteilskraft wird dadurch jedoch nicht beeinträchtigt, was nicht heisst, dass er nicht auch mal Geld verloren hat. Viel mehr erfährt man nicht. Meyer nimmt regen Anteil am Geschehen in der Welt. Er zeigt sich für seine Zeit bestens informiert über die Ereignisse in den europäischen Nachbarländern ebenso wie die im damaligen deutschen Reich. Die Revolution von 1848 trifft bei Meyer auf wenig Verständnis. Als Bewohner einer Stadt, die ein wichtiger Militärstützpunkt ist, hält er, ganz Kind seiner Zeit und Vertreter seines Standes, an dem obrigkeitsstaatlichen Regierungs- und Gesellschaftsmodell fest.

Wer etwas über die Zeit von 1820 bis 1850 aus der Hand eines Augenzeugen erfahren will, der ein hoch talentierter Literat und Bankier war, sollte zu den Aufzeichnungen von Franz Simon Meyer greifen. Sie stehen durchaus in einer Reihe mit den Tagebüchern des Herzogs von Croÿ und denen von Samuel Pepys.

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