‘If we fix digital identity, we fix payments,’

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Apple eine Gefahr für Versicherer?

Von Ralf Keuper

Vor Apple müssen sich eher die Versicherungsunternehmen als die Banken in acht nehmen, so Anastasios Avranas in Apple as a Bank? Forget it, it is Apple the Global Insurer!. Vor allem im Gesundheitsbereich (Health Care) sei Apple schon heute ein gewichtiger Akteur. Angesichts der Verbreitung des iPhones und einer Nutzerbasis von 728 Millionen sowie einem noch längst nicht ausgeschöpften Potenzial bei der Erfassung und Auswertung der Gesundheitsdaten, ist der Spielraum für Apple hier besonders groß.

In der Tat: Im Bereich Health verfolgt Apple große Ambitionen:

Apple Is Going After The Healthcare Industry, Starting With Personal Health Data

Apple’s Healthcare Take Could Be $313 Billion by 2027, Analysts Say

Apple Launches a Research App as It Moves Further Into the Health Field

Apple, Microsoft and Google to test new standard for patient access to digital health data

Apple Health: The next big thing

Apple continues its health patent push with smart fabric health glove

Apple’s Patent Suggests Health Tracking via Smart Clothes

Übrigens: Auch Samsung hat den Gesundheitsmarkt für sich entdeckt. Die Versicherungstochter von Samsung, Samsung Life Insurance, ist die größte Versicherungsgesellschaft Koreas.

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Die neuen Währungswettbewerbe

Von Ralf Keuper

Bislang spielen sich Währungswettbewerbe oder Währungskriege zwischen nationalen Währungen oder Wirtschaftsräumen mit gemeinsamer Währung ab. Mit dem Aufkommen der Kryptowährungen, insbesondere von Bitcoin, steht eine von Zentralbanken und Regierungen unabhängige Währung zur Verfügung. Die dahinter liegende Technologie der Blockchain macht es prinzipiell möglich, eine globale Zahlungsverkehrsinfrastruktur ohne zentrale Instanzen wie (Zentral-)Banken zu etablieren. Als facebook mit Libra an die Öffentlichkeit ging, wurde vielen schlagartig bewusst, dass es sich hierbei nicht nur um Sandkastenspiele handelt. Facebook und das dazu gehörige Konsortium sind technologisch und finanziell durchaus in der Lage, ein globales Zahlungssystem auf Blockchain-Basis aufzubauen und zu unterhalten.

Womöglich wollte facebook anderen Initiativen und Unternehmen zuvor kommen. In einem Interview mit der NZZ sagte David Marcus, der Kopf von Libra:

Wenn wir den Zahlungsverkehr nicht revolutionieren, machen es andere.

In Libra und der Währungswettbewerb geht der Autor, Rahim Taghizedegan, davon aus, dass dem Beispiel Libra weitere folgen werden, wie Apple mit Apple Pay oder Amazon mit dem Amazon Coin. Mitt Ripple und Stellar sind Alternativen zur bestehenden Zahlungsinfrastruktur schon jetzt verfügbar. Ripple hat in den letzten Monaten sein Ökosystem durch Übernahmen und Kooperationen deutlich ausgebaut. Nicht ganz so dynamisch, dafür von der Zielsetzung ähnlich ambitioniert, verhält es sich bei Stellar. Kurzum: Es wird bereits an vielen Stellen an einem Währungssystem ohne maßgebliche Beteiligung von (Zentral-)Banken gebaut. Aufhalten lässt sich die Entwicklung nicht – auch nicht durch Europa und schon gar nicht von Deutschland (Vgl. dazu: Zahlungssystem und «Weltwährung» Libra: Mit verhindern und verbieten verpasst die EU die Zukunft). Libra steht für einen neuen Ansatz, der weit über die Interessen von facebook hinaus geht. Telkos, Zahlungsanbietern, Blockchain-Firmen und Risikokapitalgebern bietet sich hier neues Geschäftspotenzial (Vgl. dazu: Facebooks Weltwährung: Welche Interessen stecken hinter Libra? Und wie geht es ohne Paypal weiter?).

Um Libra und andere Währungen bilden sich neue digitale Ökosysteme mit Milliarden von Nutzern. Das ist schon eine neue Dimension. Die Rollen werden neu verteilt.

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Währungsordnung (Jürgen Ponto)

Der Schritt von der Währungsordnung zum Währungs-chaos kann sehr klein sein.

Quelle: Zitate Jürgen Ponto

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California Legalizes Public Banking

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Unsichtbare Technologien für IoT Payments

Von Ralf Keuper

Die Kunden bzw. Nutzer wollen, so der Beitrag Are “Invisible” Technologies the Key to IoT Payments in Retail? beim Bezahlen mit ihrem vernetzten Gerät nicht allzu sehr mit der dahinter liegenden Technologie konfrontiert werden. Als besonders gelungenes Beispiel wird Disney’s Magic Band erwähnt.

MagicBands and cards are secure all-in-one devices that allow you to effortlessly access the plans and vacation choices that you’ve made with My Disney Experience.

Die Gretchenfrage ist und bleibt bis auf weiteres, wie sich Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit in ein ausgewogenes Verhältnis bringen lassen. Eine Möglichkeit besteht in der Verwendung sog. Trustworthy Technologies sowie in der Einführung der Herstellerhaftung und von Qualitätssiegeln (Vgl. dazu: Trustworthy Technology – vertrauenswürdiges Internet of Things). Oder aber die Geräte sind mit einer sicheren Digitalen Identität ausgestattet, die wiederum mit der des Nutzers verbunden ist.

Die Vision eines völlig unsichtbaren, bruchlosen Bezahlvorgangs, so der erwähnte Beitrag, sei indes illusorisch – es sei denn, man erachtet Fragen der Sicherheit für nebensächlich.

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Irland als Identity Hub?

Von Ralf Keuper

Nicht nur in Frankfurt spekuliert man darauf, Profiteur des Brexit zu werden. Auch Irland will zu den Gewinnern zählen – vor allem in der Regulierung, wie in Identity technology and Dublin’s draw for fintech firms post-Brexit zu erfahren ist. Insbesondere bei der Bekämpfung von Geldwäsche rechnet man sich gute Chancen aus, Irlands Ansehen als Finanzplatz zu stärken.

Irland sei gut aufgestellt, die Anforderungen der neuen Richtlinie zur Bekämpfung der Geldwäsche (MLD 5), die im Januar 2020 in Kraft treten soll, technologisch und organisatorisch zu unterstützen. Der irische Gesetzgeber fordert bereits die eindeutige elektronische Identifizierung von Ausweisdokumenten. Durch den Einsatz der Verfahren der Künstlichen Intelligenz wie auch der Biometrie beim Onboarding der Kunden, würden Irlands Chancen, sich als Identity Hub zu etablieren, noch steigen. Das mache Irland für britische Banken und Finanzdienstleister, die auch nach dem Brexit noch in Kontinentaleuropa aktiv sein wollen, attraktiv.

Zuerst erschienen auf Identity Economy

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Über die Notwendigkeit kleiner Kulturrevolutionen in Unternehmen (Alfred Herrhausen)

Ein Unternehmen, das sich entwickelt, braucht alle fünfzehn bis zwanzig Jahre so etwas wie eine kleine Kulturrevolution. (Ich denke, dass sich unsere Unternehmenskultur in unserem neuen Gebäude widerspiegelt, und ich glaube, dass es auch so etwas wie eine kleine Kulturrevolution ist …)

Quelle: Zitate Alfred Herrhausen

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“Brückenwährung” Ripple dreht auf

Von Ralf Keuper

Im Schatten von Libra schickt sich das häufig als “Brückenwährung” bezeichnete Ripple (XRP) an, ein eigenes weltumspannendes Zahlungsnetzwerk aufzubauen. Dafür hat Ripple in den letzten Monaten einige Unternehmen übernommen, wie zuletzt das isländische Kryptohandelsunternehmen Algrim. Ziel ist die Schaffung eines eigenen Ökosystems für die Verwaltung digitaler Vermögenswerte und für die Abwicklung von Micropayments. Zuvor hatte Ripple die Zahlungsplattform Logos Network übernommen und eine Kooperation mit MoneyGram geschlossen.

Im 2015 war eine Kooperation von Ripple mit Western Union im Gespräch. Im selben Jahr bot Ripple facebook seine Hilfe beim Ausbau des facebook messenger zur führenden Zahlungsplattform im Internet an.

Eigentlicher Motor des Ganzen ist der Investmentarm von Ripple, Xpring. Seit seiner Gründung vor circa einem Jahr, hat Xpring 500 Mio. Dollar in verschiedene Kryptounternehmen investiert, wie in die Content-Monetarisierungsplattform Coli. Xpring wird zur Entwicklungsplattform ausgebaut. Das neue Xpring Developer Kit (SDK) soll dazu beitragen, die Ripple-Währung XRP und das Interledger-Protokoll (ILP) in Apps einzubinden. Auch andere Währungen als XRP können integriert werden. Durch das Interledger Protokoll, so Ripple, sei eine unendliche Skalierbarkeit möglich. Das ist vor allem für Micropayments und verschiedene Monetarisierungsformen, wie im Gaming, interessant.

Als Samsung kürzlich seine Zusammenarbeit mit dem Ripple-Partner Finablr bekannt gab, wurde darüber spekuliert, ob XPR darin involviert sei.

Wie es scheint, ist der Währungswettbewerb im vollen Gang.

Weitere Informationen:

Ripple News: Ripple-gestütztes Startup bringt Banking-App

Global Banking Giant Says XRP Ledger Is a Potential ‘Game Changer’

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Strider Start-up-Künstliche Intelligenz verändert Bankenwesen in Südafrika

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