CrefoTrust – Die anwendungsübergreifende Identität im B2B-Geschäft

Von Ralf Keuper

Die fortschreitende Digitalisierung zwingt auch die Wirtschaftsauskunfteien dazu, ihr Geschäftsmodell anzupassen – so wie bei der Creditreform.

Historischer Rückblick 

Ziele des Vereins Creditreform (VC), der im Jahr 1879 in Mainz gegründet wurde, waren der Schutz der Mitglieder gegen den Missbrauch des Kredits sowie die Unterstützung beim Einzug von Außenständen. Später wurden die Angaben ergänzt um Umsatzzahlen, Bilanzkennzahlen, Mitarbeiterzahlen, einen Bonitätsindex und eine Crefo-ID. Viele Finanzinstitute greifen bei der automatisierten Kreditentscheidung auf die Creditreform-Auskunft zurück. Heute gehören dem Verband 130 Vereine in ganz Deutschland an. Die Organisationsstruktur ist weiterhin dezentral.

Die Prinzipien aus der Anfangszeit der Creditreform haben sich nicht geändert – wohl aber die Technologien. Aufgrund ihres dezentralen Charakters passt die Blockchain besonders gut zum Verein Creditreform, so Daniel Guschauski, zuständig u.a. für das Thema Digital Trust bei der Creditreform.

Digital Trust durch Verified Credentials

Die Blockchain bietet die Möglichkeit, sog. verifizierte Vertrauensmerkmale (Verified Credentials) herauszugeben. In der Praxis sieht das so aus, dass der VC bestimmte Credentials eines Unternehmens, wie Anschrift, Unternehmensname, Identität der Geschäftsführer, Umsatz, Bonität, CrefoID, anfragenden Stellen bzw. Geschäftspartnern gegenüber bestätigt. Mittelfristig wird das Angebot noch um relevante Wirtschafts- und Nachhaltigkeitsinformationen ergänzt.

Zum Einsatz kommen dabei Decentralized Identifiers (DIDs), die sich als Standard für dezentrale, selbstverwaltete Ide…

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